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Marokko: Von ungleicher Gleichheit

Alles, was ich wollte war eine Dusche für ein paar Minuten, doch ich bekam eine neue Freundin. Für eine halbe Stunde.

Wasser auf der Haut war alles, was ich wollte. Denn in den Bergen gab es nicht einmal einen kleinen Fluss. Dort hatte ich gerade ein paar Tage verbracht, Open Air geschlafen, gegessen, gefroren, geschwitzt, gelebt. Jeder Form von Waschen war ich also aufgeschlossen. Und ein Hamam wollte ich auf meinem Marokkotrip eh einmal ausprobieren. Also fuhren wir ins nächstgelegene Berberörtchen mit Hamam. Schon auf der Straße fielen wir auf. Weiße Frauen fallen auf an Orten, an denen nie weiße Frauen sind.

Vor dem Hamam empfingen uns nette, sehr traditionell wirkende Berberfrauen. Keine von ihnen sprach eine Sprache, die ich spreche, sodass unser Berberfreund Mohammed der Frau meine Behandlung diktierte: Einmal alles überall abrubbeln, waschen und massieren. Das war zumindest seine Empfehlung. Und ich konnte eh nicht wiedersprechen. Als ich hineinging, sah ich zum ersten Mal während meiner Reise durch Marokko Frauen, die weniger anhatten, als ich. Nämlich nichts außer einem Slip. Auf den Straßen sieht man sie immer nur bis auf’s Gesicht verhüllt. Ich stellte fest, dass ich von dieser Verhüllung auch gleich auf eine Verklemmtheit schloss. Dem war aber gar nicht so. Völlig frei und ungehemmt bewegten sich die Frauen dort in ihrer Nacktheit. Ich freute mich für sie. Es macht mich fröhlich, Menschen mit einem so natürlichen Körpergefühl zu sehen. Und dann noch Menschen, von denen ich es nicht erwartet hatte.

 

Dallas - Von Southfork Ranch bis Highland Park

Bei Dallas denkt fast jeder an die berühmte Fernsehserie, an die Silhouette dieser Millionen-Metropole im Herzen von Texas. Man denkt an Öl und Geld, an Liebe und Intrigen, genau der Rahmen für die berühmte Dallas-TV-Serie. Es ist eine der berühmtesten Seifen-Opern der Welt. Von Peavy Sally, der PR-Dame auf der Southfork Ranch, die bei den Dreharbeiten auch schon damals immer dabei war lassen wir uns ein wenig “einseifen”. Dallas ist die neuntgrößte Stadt der USA aber sie erstreckt sich über ein großes Gelände, insofern wirkt sie nicht so hektisch. Es gibt viele Grünflächen, ein besonders schöner Ort, ist Highland-Park. Hier liegen viele schicke Villen ganz im Grünen. Villen, wie man sie aus tollen US-Filmen kennt.

Opatija - Das St. Tropez der Adria


In Opatija erinnert noch vieles an die Österreichisch-Ungarische Monarchie. Es ist ein Ort, in dem sich früher die feinen Herrschaften erholt haben, so eine Art St. Tropez der Adria.

Opatija liegt geografisch bereits auf der Halbinsel Istrien, zählt noch zur Region Kvarner Bucht, denn man sieht von Opatja aus bereits die ersten Inseln Krk und Lošinj und die gesamte Küstenlinie von Riejka. Man sieht die Ausläufer der Dolomiten bis hin zum Gebirge Velebit. Das ist der Ausblick von Opatija, aber es lohnt sich vor allem diese Stadt anzusehen.

Vor dem Hotel Kvarner fällt uns sofort eine Büste auf. Darunter der Name „Ivo Robić“ - für einen Schlagerfan ist das natürlich ein Begriff. Dieses Haus spielte auch in der Eurovision eine Rolle. Im Frühjahr 1989, als man von einem vereinten Europa noch träumte, war Europa noch in Ost und West geteilt. Jugoslawien stand so ein wenig in der Mitte und beteiligte sich regelmäßig am Song Contest. 1989 gewann das Land mit der Formation “Riva” den “Grand Prix dé Eurovison de la Chanson” mit dem Titel “Rock me baby”.

Bénodet - Wo die Bretagne mediterran ist

Bénodet Bretagne Frankreich
Sarah Belasky, die Direktorin des Tourismusverbandes Bénodet begleitet uns am Strand von Bénodet am Atlantik. Wir sind im – grob gesagt – Nordwesten Frankreichs, dort wo ein großer Zipfel auf der Landkarte ist, befindet sich die Bucht von Brest und südlich davon liegt Bénodet. Das ist schon eine etwas mediterrane Bretagne.

Etwa 20 Kilometer vor der Küste des Departements Finistère liegt das Archipel der Glénan-Inseln. Es wirklich ein Archipel, es sind neun Inseln und über ein dutzend kleine Eilande und für Leseratten bei uns dürfte diese Inselwelt vielleicht bekannt sein, denn hier spielt ein Bestseller, der Roaman „Bretonische Brandung“. Wir fahren durch diese Brandung mit Isabelle Montford und ihrem Motorschiff.